Der Abdruck unserer Seele
Tausende in der Lizandra–Gruppe, Zehntausende hinter LifeTILT. In der Ferne ist das Raunen der Menge bereits zu hören, und das Fundament, auf dem sich künftig aufbauen lässt, steht jetzt auf festeren Beinen als je zuvor. Und dieses Fundament seid ihr.
Inzwischen hat sich eine Gemeinschaft herausgebildet, eine Schicht von Menschen, die im Laufe der Jahre unter dem Einfluss von LifeTILT nicht nur ihre Lebensweise, sondern auch ihre Denkweise geändert haben. Menschen, mit denen sich heute niemand mehr anlegen kann, weil sie gelernt haben, dass sie auf der Leiter des Lebens nur dann aufsteigen können, wenn sie sich selbst und ihre Ansprüche auf das Niveau heben, zu dem sie gehören wollen. Auf die Schwierigkeiten der ersten Schritte folgten kleinere Ziele und mit der Zeit Träume, die anderen bereits unerreichbar erscheinen.
Die von der Natur geschaffenen Gesetze und die Grenzen zwischen den gesellschaftlichen Schichten lassen sich jedoch nicht durch menschlichen Willen außer Kraft setzen. Das Kastensystem funktioniert, ein Aufstieg zwischen den sozialen Kasten ist ohne echte Leistungen nicht möglich. Viele glauben, Geld löse alles und man könne sich damit den Pass kaufen, mit dem man sich quasi in die höheren Schichten der Gesellschaft einkaufen könne. Sie glauben, durch den Kauf und Besitz von Statussymbolen könnten sie dorthin gehören, wo sie verdammt noch mal nicht hingehören. Stil bekommt man nicht durch Kleidung, genauso wenig, wie man durch das Lesen eines Buches eigene Gedanken entwickelt. Nicht dein Geld hebt dich empor oder hebt dich aus der Masse heraus, sondern was für ein Mensch du bist, deine Taten, was du in der aktiven Phase deines Lebens aus dir machst, wenn du noch die Kraft hast, etwas zu erschaffen und alles zu verändern. Traust du dich, Wege einzuschlagen, auf denen keine Massen unterwegs sind? Traust du dich, etwas zu verändern und zu dir selbst und deinen Gedanken zu stehen, unter allen Umständen?
LifeTILT ist kein Pflegeheim. Die Masse, das Kommerzielle, die Kleinmütigkeit und die Denke „Wir sollten lieber kleine Brötchen backen“ interessieren mich nicht. Ich verachte diejenigen, die sich nicht trauen, Risiken einzugehen und den ausgetretenen Pfad zu verlassen, aber am meisten verachte ich diejenigen, die in lauwarmer Scheiße existieren, mit einem falschen Gefühl der Sicherheit im Kopf.

Früher oder später muss jeder verstehen, dass das Leben zu kurz ist, um abzuwägen, auf der Stelle zu treten und nicht alles aufs Spiel zu setzen, wenn deine Träume es von dir verlangen. Du lebst für nichts oder stirbst für etwas. Die meisten vergessen das, aber ich fürchte, der Mehrheit kommt gar nicht erst der Gedanke, dass sie vielleicht mehr tun könnte, als nur zu existieren und von Monat zu Monat zu leben.
Jeder will ein besseres Leben führen und einen Partner an seiner Seite haben, mit dem er das Beste aus dem Leben machen kann, doch diese Privilegien stehen nicht jedem zu, und die meisten Menschen verdienen sie nicht einmal. Im Leben mag es so aussehen, als gäbe es kein System, aber dennoch hängt alles mit allem zusammen, und am Ende fügt sich immer das große Ganze zusammen. Ein Bild von uns, unserem Leben, unserer Arbeit, unserer Einstellung zum Leben und dem Potenzial, das in uns steckt. Ein Bild, das wir nicht mit Lügen übermalen und aus dem wir keine Details löschen können, denn dieses Bild ist der Abdruck unseres Lebens, der in der jeweiligen Gegenwart Gestalt annimmt.
Es gibt keine Zufälle, kein Schicksal, keinen Gott und nichts, was einfach so passiert ist. Es gibt nur dich, das, was in dir steckt, deine Träume, deine Wünsche und die Frage, ob du sie verwirklichen kannst, ob du aus dir herausholen kannst, was in dir steckt, und ob du all das erreichen kannst, wonach du dich sehnst. Du kannst alles erreichen, alles und jeden bekommen, aber dafür musst auch du etwas vorweisen, denn so wie die Gesellschaft Obdachlose anspuckt, wird auch dein Umfeld auf dich herabspucken, wenn du nur jammerst, aber für dein Fortkommen und die Entwicklung deines Lebens nichts, aber wirklich verdammt noch mal gar nichts tust.
Wenn dir jemand ein Bein stellt und du das Gefühl hast, besiegt worden zu sein, bist du immer selbst dafür verantwortlich, denn wer dich zu Boden gebracht hat, hat wahrscheinlich mehr dafür getan, stärker zu werden als du. Das Leben führt dir immer vor Augen, wo du gerade stehst. Dein Job, die Qualität deines Partners, in welchen Kreisen du verkehrst, wer deine Freunde sind und solche für jeden sichtbaren Wegweiser wie dein Äußeres und deine Ansprüche an dich selbst und deinen Körper. Eine Zeit lang kann man jeden verarschen und sich größer darstellen, als man ist, aber auf lange Sicht funktioniert das nicht, denn alles, was du bist, lastet auf dir und brennt sich wie ein Stigma in deine Persönlichkeit ein.

Du hast keine Wahl und keine Chance, solange du dein Leben nicht selbst bestimmst, und das solltest du dir bewusst machen. Du musst dein Recht auf Selbstbestimmung erlangen, denn diese Macht kann dir niemand nehmen. Das Wissen, dass du dein Leben selbst lenkst, ist wertvoller als Informationen. Das Wissen, dass du die Entscheidungen triffst, ist tausendmal mehr wert als ein Stück Papier. Die meisten Menschen halten sich für frei, aber in Wirklichkeit sind wir Gefangene. Man zieht uns an Fäden und will unsere Gedanken und die Freiheit unseres Geistes beeinflussen.
Wir dürfen nicht zulassen, dass andere für uns entscheiden. Wir können nicht nach den Regeln leben, die andere sich ausgedacht haben, denn deinen Wert können niemals andere bestimmen.
Das sind schöne Gedanken, aber angesichts der heutigen existenziellen und gesellschaftlichen Verhältnisse ist ihre Umsetzung nahezu unmöglich. Es wird immer jemanden geben, der über dir steht, immer einen Chef, dem deine Nase nicht passt, immer jemanden, der dich daran hindert, dich selbst zu verwirklichen und das zu erreichen, wozu du eigentlich bestimmt bist. Rechtlich sind wir frei, aber im Alltag leben wir im Gefängnis. Im Laufe der Jahre werden unsere Gedanken langsam, aber sicher sediert. Die Jahre vergehen, unsere Träume werden immer kleiner und unsere Ziele beschränken sich auf das tägliche Überleben.
Wenn man im Gefängnis lebt, empfindet man nach einer Weile sogar den Spaziergang im Hof als Freiheit. In dieser Welt gibt es jedoch keine Erfolgserlebnisse, keine Katharsis, und das Beste, was du vorweisen kannst, ist bestenfalls ein Arbeitsplatz, bei dem du dich sicher fühlst. In Wirklichkeit ist er jedoch der unsicherste Punkt deines Lebens. Du weißt ja: Andere entscheiden über dich.

Du musst deine Selbstbestimmung erlangen, und das gelingt dir nur, wenn du etwas anfängst, wofür ausschließlich du selbst erforderlich bist. Dein Arbeitsplatz ist nicht der richtige Ort dafür, und auch eine Partnerschaft eignet sich wegen ihrer Zwei-Personen-Natur nicht dafür. Freunde können dir zwar helfen, aber auch sie können nicht an deiner Stelle erledigen, was du selbst tun musst.
In deiner jetzigen Situation hast du keine Chance, diesem verdammten System zu entkommen. Ich will niemandem etwas vormachen: Du hast keine Chance. Ganz einfach deshalb, weil du mental noch nicht bereit dafür bist. Du hast nicht den Mut, etwas zu verändern, und dir fehlen die Möglichkeiten. Vielleicht hast du aber auch noch gar keine Pläne für die Zukunft und weißt nicht einmal, was du mit deinem Leben anfangen willst.
Wahrscheinlich erwartest du, dass ein anderer Arbeitsplatz für deinen Lebensunterhalt und dein Fortkommen sorgt. Du hoffst, eine gute Stelle zu finden, bei der du mehr verdienst und dein Leben endlich in Schwung kommt. Aber das wird nicht passieren, und du wirst auch nicht glücklicher sein als jetzt. Höchstens sitzt du dann auf einem besseren Stuhl und fühlst dich genauso wie jetzt. Und dir wird klar, dass auch das nicht reicht, weil es niemals reicht. Je mehr du erreichst, desto deutlicher wirst du sehen, wie weit du noch davon entfernt bist, irgendwo angekommen zu sein.
Vor drei Jahren fühlte ich mich genauso. Mein Leben steuerte hoffnungslos ins Nichts. Ohne echte Ziele und mit Illusionen im Kopf wartete ich darauf, dass es irgendwann besser werden würde. Aber natürlich tat ich nichts dafür, und es änderte sich auch nichts. Dann richtete ich an einem Wintertag einen Blog ein und ging laufen.
Es war mir egal, dass es draußen –8 Grad hatte. Ich ging einfach laufen, weil ich irgendetwas mit mir anfangen wollte, irgendetwas. Ich floh vor etwas. Vielleicht vor meinem Leben, meinen Niederlagen, vor mir selbst. Ich lief einfach und mir war alles egal. Es gab nur mich, meine Beine, meine Gedanken und das Bewusstsein, dass ich zum ersten Mal in meinem Leben frei war und von niemandem abhing. Dieses Gefühl und die Erkenntnis, dass letztlich alles nur von mir abhängt, versetzten mich in einen Rausch. Ich war in eine Welt eingetaucht, in der niemand über mir stand, in der ich über alles selbst entschied und nur so viel erreichte, wie in mir steckte. Was ich seitdem erreicht habe, verdanke ich dem Sport, er hat mir das Fundament gegeben. In den vergangenen zweieinhalb Jahren habe ich mich unzählige Male selbst besiegt und daran geglaubt, dass ich alles erreichen kann und zu mehr fähig bin. Ich setzte mir Ziele, bei denen andere mich auslachten und mitleidig ansahen, wenn ich ihnen davon erzählte. Sie lachten mich aus und machten sich über mich lustig, als ich sagte, ich würde mein eigenes Nahrungsergänzungsmittel auf den Markt bringen. Ein paar Monate später hatte ich es geschafft. Sie lachen mich aus, wenn ich sage, dass ich die Schulverpflegung reformieren werde. Und sie lachen mich auch aus, wenn ich sage, dass ich LifeTILT-Proteine in England auf den Markt bringen werde. Sie lachen mich aus, weil sie nicht glauben, dass es möglich ist. Sie lachen mich aus, weil sie nicht an dem Punkt sind, an dem es die Worte „unmöglich“ oder „das schaffe ich nicht“ nicht gibt. Aber all das spielt keine Rolle, denn ich weiß, dass alles nur von mir abhängt und niemand über mir steht und über mein Schicksal bestimmen kann. Niemand und nichts ist mir wichtig. Ich habe einen Traum, und den werde ich verwirklichen. LifeTILT hat mir beigebracht, dass nichts unmöglich ist.
Sport kann auch euch Erlösung in euer Leben bringen und auch für euch eine Grundlage sein, auf der ihr aufbauen könnt. Deshalb bitte ich euch, Gruppen zu gründen. Gründet Gruppen, in denen ihr zueinanderfindet und sich Menschen versammeln, die bereits etwas für sich getan haben oder in Zukunft etwas tun wollen.
Gründet diese Gruppen in jeder Stadt des Landes, in jedem Budapester Bezirk, und fangt an zu leben, fangt an, etwas für eure Zukunft zu tun.
Trefft euch, treibt gemeinsam Sport und bildet lokale Gemeinschaften, die sich gegenseitig helfen und unterstützen. In Szeged, in Debrecen und in Újpest wurde die Gruppe bereits gegründet, aber ich bitte darum, auch in Miskolc, Székesfehérvár, Zalaegerszeg und an möglichst vielen Orten im Land eine zu gründen. Das Grundgerüst ist die Lizandra–Gruppe, die LifeTILT-Gemeinschaft ist bereits da.
Verändert alles um euch herum, bringt Unruhe hinein, brecht die Regeln, wenn es sein muss, und vergesst dabei nie, dass ihr LifeTILT-Leute seid und an der Spitze jemand steht, der weiß, was er will und auf den ihr euch immer verlassen könnt.
