Ein Programm

A Program

„Das Programm, mit dessen Befolgung du Schritt für Schritt deinen Lebensstil ändern kannst. Halte dich strikt an die Punkte und vergiss nie, warum du es machst.

Das Programm ist also folgendes …“

Ich habe diese Zeilen genau vor 23 Tagen am Ende des Beitrags  Du bist allein... c. geschrieben, den ich als Einleitung für diesen Beitrag gedacht hatte. Wer jetzt glaubt, in diesem  Beitrag den ultimativen Diät- und Trainingsplan zu bekommen, den muss ich enttäuschen, denn darum geht es verdammt noch mal nicht. Denn der Erfolg eines Programms zur Änderung des Lebensstils hängt nicht davon ab, ob du morgens Eier oder mittags Fisch isst, und auch nicht davon, ob du es schaffst, dreimal pro Woche 4 km zu laufen.  Diese Möglichkeiten gibt es an jedem Tag des Jahres. Ihr wisst, was ihr tun und wie ihr leben müsst, um überschüssiges Gewicht loszuwerden, und was ihr nicht essen dürft, damit ihr nicht wie ein abschreckendes Beispiel ausseht. Bei diesem Programm geht es darum, sich auf die Diät vorzubereiten, während der Diät die Abgründe zu überbrücken und die ständig auftauchenden Hindernisse zu überwinden, kurz gesagt  um die mentale Vorbereitung, ohne die du mit deinem großen Vorhaben ganz sicher scheitern wirst. Alles hängt davon ab, und nicht nur davon, ob du deine Diät einhältst oder deine Trainingseinheiten absolvierst. Auch deine Leistungen in den verschiedenen Lebensbereichen hängen davon ab, wie du dem Leben mental begegnest und wie viel Energie du investieren musst, um welche Ergebnisse zu erzielen … 

 

Das Morgenproblem

„Ab morgen mache ich Diät.“ Diese zwei Worte kommen Frauen am häufigsten über die Lippen, natürlich erst nachdem sie die anderen Frauen als Schlampen beschimpft haben. Diese zwei Worte sind die größte Sackgasse, denn es folgt ein Morgen auf den nächsten, und was es im Übermaß gibt, verliert seinen Wert. Wer ständig auf Dates geht, laugt sich selbst und seine Gefühle aus und wird keinen Typen/kein Mädchen mehr ernst nehmen, weil er weiß, dass es auch morgen noch einen Tag gibt und ohnehin schon der/die  Nächste kommt.  So kann man weder etwas Sinnvolles anfangen noch erreichen, denn dadurch verlieren die Dinge ihre wahre Bedeutung.  Wenn du an jedem verdammten Nachmittag mit Pizza im Gesicht sagst, dass es jetzt egal ist und du ab morgen anfängst, wirst du im Leben nie damit anfangen. Und genau das ist eines der größten Probleme. Eine Diät ist wie das Rauchen. Entweder du hörst auf oder nicht. Es gibt kein „Heute rauche ich nur fünf Zigaretten“ oder „Das ist die letzte Packung Zigaretten, ich kaufe keine mehr“. Ich habe geraucht, ich weiß, wovon ich spreche. Entweder du zündest dir eine an oder nicht. Wenn ja, rauchst du; wenn nicht, hast du aufgehört. So verdammt einfach ist das. Alles andere ist nur Selbstbetrug und ein Leben an der Kette eines 8 Zentimeter langen Papierstängels. Oder nehmen wir eine Beziehung und das Fremdgehen. Entweder bist du mit deinem Partner zusammen und treu, oder du gehst fremd. Da gibt es nichts zu besprechen, denn es gibt keinen Mittelweg. Ein Kuss ist noch drin (Schokolade)? Oder ein Blowjob, weil das kein Fremdgehen ist (Lasagne)? Vielleicht ein- oder zweimal Sex im Monat, das geht noch (Desserts)? Nein, das geht nicht. Oder gilt hier auch wie bei der Diät: „Ich war schon drei Wochen treu, jetzt ist ein Seitensprung drin“? Warum sollte es dann bei der Diät anders sein? Entweder du ziehst etwas durch und nimmst es ernst, ganz gleich, worüber wir im Leben sprechen, oder du machst es mit halbem, vielleicht sogar nur mit einem Viertel des Einsatzes, ohne jedes Ergebnis und ohne den kleinsten Fortschritt. Dann bleibst du auf einem erbärmlichen Niveau stecken, von dem aus du nie weiterkommen wirst, weil du ja morgen anfängst, weil es jetzt noch drin ist … Verdammt, es ist nicht drin.

 13 Punkte

1. Zieh dich ein bisschen von der Welt zurück, atme tief durch und denk über dein Leben nach, statt vor dem Spiegel zu weinen.  Setz dich in einen Park, setz dich in ein Café, geh spazieren und mach das alles ALLEIN. Denk darüber nach, wo du jetzt stehst, was du bisher erreicht hast und was du im Leben noch erreichen möchtest. Und wenn noch genug Feuer in dir brennt, dann raff dich auf, schau dich von oben bis unten an und frag dich, wie und durch wen du an den Punkt gelangt bist, an dem du so aussehen musst. Wenn das gewisse Feuer nicht mehr in dir brennt, ist es ohnehin egal. Dann bitte ich dich nur, dich still zurückzuziehen und denen Platz zu machen, die im Leben noch etwas aus sich machen wollen. Selbstreflexion und das Setzen von Zielen sind also der erste Schritt.

2. Ich verstehe das, ja, ich kenne sogar das Gefühl, das ihr habt, wenn ihr erkennt, wie die Realität aussieht und aus dem großen Wunsch, etwas zu verändern, eine große, wütende Entschlossenheit wird - genau das ist in diesem Moment am wenigsten hilfreich. Wer wütend ist, kann nicht klar und rational denken. Du bist wütend auf dich selbst, auf die Welt, und was passiert dann… Du packst deine Sachen, gehst trainieren und willst mit einer einzigen Trainingseinheit und unbändiger Entschlossenheit den jahrelang angesammelten Mist loswerden. Meistens endet das in einem Training, bei dem du fast draufgehst und dich für Tage völlig fertig machst - falls du überhaupt ohne Verletzung davonkommst.   Am schlimmsten ist aber, dass du glaubst, du hättest damit gerade etwas für dich getan und dieses Training hätte dir etwas gebracht. Du hast nichts erreicht und es hat dir noch weniger gebracht, nur dass du's weißt: Wenn du auf einmal 8 km laufen willst, obwohl du nur 3 schaffst, oder im Fitnessstudio  90 Kilo stemmen willst, obwohl schon 60 ein Problem sind, dann ist das alles, nur kein sinnvolles Training. Nur weil du erschöpft bist und das Gefühl hast, dich völlig verausgabt zu haben, heißt das nicht, dass es deinen Körper interessiert. Du läufst einmal 4-5 km und fühlst dich wie ein König? Dein Körper pfeift als Erstes darauf, denn du wirst dich nicht durch eine einmalige große Belastung verändern, sondern dich im Laufe eines längeren Prozesses schrittweise verbessern. Dafür brauchst du Geduld, also nur die Ruhe, denn das wird ein Prozess, der sich über Monate erstreckt. Der erste Schritt ist zum Beispiel, dieses Programm bis zum Ende durchzulesen.

3. Der Anfang, an dem die meisten von euch es verkacken. Das regt mich am meisten auf, denn hier taucht das Problem mit morgen auf, wenn du der Welt entgegengrölst, dass du morgen anfängst…. Was? Was fängst du morgen an? Schreibst du das Handbuch für Vollidioten, oder was hast du dir dabei gedacht? Ich liebe dieses „Morgen fange ich an“ und das „Heute mache ich Diät“, das man morgens beschließt. Heute, verdammt… versteht ihr, HEUTE MACHE ICH DIÄT. Nehmen wir an, es ist 19 Uhr und du hast die üblichen täglichen Fressorgien schon hinter dir. Zum Frühstück fast nichts, weil du ja heute Diät machst, zum Mittagessen ein Dessert, nachmittags auf dem Heimweg irgendeinen Fornettis-Mist und nach dem Abendessen kommt dann der übliche 2.749. „Morgen fange ich an“-Vorsatz. Welche Diät willst du anfangen, und was hast du dafür im Kühlschrank, wenn du tatsächlich anfängst? Was wirst du frühstücken? Was wirst du tagsüber essen und wo? Mich würde wirklich interessieren, was ihr euch dabei denkt. Genauso beim Training. Du gehst laufen, aber wie weit und was ist das Ziel?   Ins Fitnessstudio gehen, ohne zu wissen, wofür die einzelnen Geräte da sind - aber mal im Ernst, was zur Hölle willst du morgen anfangen?

Fasse den Entschluss und bereite dich, sobald du ihn gefasst hast, auf dein Programm vor. Such dir einen Trainingsplan und eine Ernährung aus, die zu deinem Körperbau passen und die du auch durchziehen kannst. Bereite dich darauf vor und stimme dich auf allen Ebenen darauf ein. Lege nach dem Tag deiner Entscheidung einen Starttermin fest, der aber auf keinen Fall innerhalb der nächsten Woche liegen sollte. 10 Tage sind perfekt, um dich darauf einzustimmen. In diesen 10 Tagen bereitest du dich vor, und sie bilden die Grundlage, auf der später Wochen und Monate aufbauen. Du bereitest dich auf den Hunger, die Strapazen des Trainings, die sabotierenden Umarmungen deiner Freunde, Eltern, Omas und Liebsten vor, ganz zu schweigen von den Fallstricken deiner Kollegen, Neider und Widersacher.

4. Wir sind also weniger als 10 Tage davon entfernt: Du hast zwar noch nicht mit dem Programm angefangen, aber stehst schon in den Startlöchern. Bereite dich darauf vor und zähle die Tage so  herunter, als würdest du für längere Zeit verreisen, denn genau darum wird es auch gehen. Du verreist für 10 Wochen. Du wirst Heimweh haben, und der Anfang ist verdammt schwer, weil alles unbekannt und neu ist. Du wirst aus deinem gewohnten Trott gerissen, aus deinem Umfeld herausgelöst und musst von jetzt an 10 Wochen lang in einem völlig anderen Rhythmus leben. Du kannst nicht an den  gewohnten Orten essen und auch nicht mehr das, was du bisher gegessen hast. Keine Glücklichmacher-Schokolade, kein Besaufen auf Partys, kein maßloses Essen bei Feiern. In den 10 Tagen vor dem Programm kannst du deine ungesunden Sachen zwar noch essen (hoffentlich bleiben sie dir im Hals stecken), aber versuch trotzdem schon, auf dich zu achten  und ein bisschen auszuprobieren, wie die  Zeit voller Verzicht wohl sein wird. Diese 10 Tage sind deine Phase zum Krafttanken, in der du mit Schwung den Berg angehst. Je größer der Schwung und deine Entschlossenheit, desto höher kommst du mit deinem Absprung, aber bis zum Gipfel musst du dich danach natürlich noch verdammt anstrengen.

5. Noch 5 Tage bis zum Start. Inzwischen solltet ihr wissen, was ihr machen wollt. Der Trainingsplan und die Ernährung für die nächsten 8-10 Wochen sollten jetzt schon feststehen, was natürlich auch einige besondere Vorbereitungen erfordert…

6. Drei Tage vor dem Start.  Kauft euch die Fitnessstudio-Mitgliedschaft. Schaut nach, welche Laufschuhe ihr habt, und wenn nötig, kauft euch ein richtig gutes neues Paar. Daran sollte man nicht sparen. Besorgt alles, was ihr fürs Training braucht. Bequeme Trainingskleidung  , in der du laufen und die du beim Krafttraining tragen kannst. Und wer nicht ohne Musik laufen kann, sollte prüfen, ob der MP3-Player noch funktioniert und ob die Kopfhörer keinen Wackelkontakt haben. Schaut euch in eurer Umgebung um, wo ihr laufen werdet, und plant, an welchen Tagen ihr trainieren geht. Ihr müsst euren Alltag neu planen, damit ihr für alles Zeit habt, denn ihr werdet eine neue Lebensweise annehmen, die ihr planen müsst. Es gibt tolle Apps zum Messen von Entfernungen. Wer aber kein Smartphone hat und nicht auf einer vermessenen Strecke laufen kann, soll die Strecke mit dem Auto, dem Motorrad, einer Schnur oder irgendwie anders ausmessen. Seid kreativ, Leute. Nicht alles wird euch auf dem Silbertablett serviert. Wenn ihr etwas nicht wisst, sind Wikipedia, Google oder YouTube euer Wegweiser. Ihr macht noch keine Diät, aber fangt schon mal an, weniger zu essen. Reis statt Kartoffeln, Müsliriegel statt Schokolade, und es ist höchste Zeit, sich tränenreich von zuckerhaltigen Getränken zu verabschieden. Verabschiedet euch für zwei Monate von Zucker und Alkohol und versucht, das abendliche Essen auszulassen. Bestellt keine Pizza mehr. Wir sind ganz kurz vor dem Start. Macht euch bewusst, wie wichtig es ist, dass ihr anfangt, denn je besser ihr euch vorbereitet, desto größer wird das Scheitern als Misserfolg empfunden. Mit anderen Worten: Wer auch nur einen Funken Charakter hat, wird schon deshalb nicht aufgeben.

7. Der letzte Tag. Offiziell beginnt das Programm erst morgen, tatsächlich aber schon heute Nachmittag. Für eure Diät müsst ihr jetzt einkaufen gehen, denn ihr könnt nicht anfangen, wenn nicht alles da ist. Das Programm darf einfach nicht daran scheitern, dass keine Eier oder keine Milch für den Shake zu Hause sind. Besorgt euch Protein und Vitamine und alles, was ihr für die Diät braucht. Schneidet das Hähnchen in 100- bis 150-Gramm-Scheiben, sorgt dafür, dass genug Wasser zu Hause ist, und stellt generell sicher, dass alles da ist, damit ihr die schrecklichen ersten 8-14 Tage übersteht. Jetzt kommt der schwierige Teil. Damit ist die Vorbereitung vorbei. Morgen ist der erste Tag deines Programms und der erste Tag des Rests deines Lebens. Verschwende keinen weiteren Tag und versprich, dass du es nicht versaust. Ich habe ein bisschen in Erinnerungen geschwelgt und nachgesehen, wie ich damals den letzten Tag erlebt habe.

8. 40.000 HUF, so viel hat dich dieses Programm bisher gekostet. Das ist doch etwas ganz anderes, oder? Du hast dich darauf vorbereitet und Zeit, Geld und Energie investiert, was eine deutlich ernsthaftere Einstellung zeigt als das „Morgen fange ich an“-Gelaber, das nichts gekostet hat. Schließlich wissen wir ja: Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Mach dich darauf gefasst, dass die ersten 8-12 Tage die härteste Phase des Programms sein werden. Wenn du scheiterst, dann in dieser Phase. Die durch die Diät ausgelösten Entgiftungsprozesse beginnen jetzt, und während dein Körper die Fettpolster an deinem Körper abbaut, werden die im Fett gespeicherten Giftstoffe freigesetzt. Farbstoffe, Zusatzstoffe, Konservierungsmittel, kurz gesagt: alle Stoffe, mit denen dein Körper nichts anzufangen wusste und die er deshalb in seinen Speichern eingelagert hat. Diese werden jetzt freigesetzt, was mehrere Tage lang Kopfschmerzen, Schlappheit, Unwohlsein und miesen Sex verursachen kann. Es wird schwer, verdammt schwer. Und als wäre der Schock durch die Diät nicht genug, solltest du daneben auch noch trainieren. Wenn ich also sage, dass ihr euch auf das alles vorbereiten sollt, denke ich unter anderem an diese Tage. 

9. Registriere einen Blog, fang an, Tagebuch zu führen, erstelle eine Tumblr-Seite und lade dort Fotos von dir hoch, schreib auf Twitter alles darüber, wo du gerade stehst und was du machst. Hauptsache, du teilst deine Veränderung mit anderen, damit du, falls du scheiterst, vor ihnen auf die Nase fällst und sie sehen, was für ein wertloser Mensch du bist. Halte deine Familie und generell alle, die du kennst, aus dem Prozess heraus. Sie sollen erst die Veränderung sehen und dich nicht mit Fragen wie „Wie weit bist du?“ und „Wie kommst du zurecht?“ nerven. Solche Fragen rauben dir ständig Energie, und das darfst du nicht zulassen. Das ist dein Programm, niemand darf daran teilhaben und niemand darf dir im Weg stehen. Lass die Gemeinheiten deiner Kollegin an dir abprallen. Tröste dich mit dem Gedanken, dass ihr Mann wahrscheinlich schon seit einer Weile eine andere vögelt. Denk an solche Dinge und mach weiter. Arbeite auf dein gesetztes Ziel hin und lass dich von nichts ablenken. 

10. Auf deinem Weg wirst du auf jede Menge Hindernisse stoßen, darauf solltest du dich einstellen. Manchmal wirst du im Regen laufen müssen, und manchmal werden sich deine Beine anfühlen, als wären sie in Beton gegossen, so wenig Lust wirst du haben, mit dem Training anzufangen.  Auch Muskelkater ist kein angenehmer Zustand, aber du musst weitermachen und auf alle scheißen. Wenn du das schaffst und die Hindernisse überwindest, die jetzt noch unüberwindbar erscheinen, wirst du stärker werden und dir wird diese ganze verdammte Welt offenstehen. Nach dem 15. Tag wirst du auch die positiven Auswirkungen der Diät spüren. Besseres Wohlbefinden, mehr sexuelles Verlangen und ein intensiveres Erleben deiner veränderten Lebensqualität. Die ersten Bestätigungen kommen, die Fragen „Nimmst du ab?“, und Kleidungsstücke, aus denen du seit Jahren herausgewachsen bist, werden dir wieder passen. Je mehr du leidest, desto kathartischer wird sich die Wiedergeburt anfühlen, denn genau darum geht es: um die Wiedergeburt. Im Moment stirbst du, das lässt sich kaum leugnen: Dein Körper und damit auch dein Selbstwertgefühl und dein Selbstvertrauen sterben. 

11. 30 Tage später hältst du dich bereits konsequent an die Diät, und auch deine Ziele beginnen sich zu verändern. Die ursprünglichen Ziele entstanden in der verzweifelten Welt eines Menschen, der am Boden lag. Jetzt musst du sie deutlich höher stecken und neu überdenken, denn was du damals für unerreichbar gehalten hast, wird dir jetzt lächerlich wenig vorkommen. Du beginnst wieder, das Leben aktiv anzugehen. Du veränderst dich, entwickelst dich weiter und wirst nicht nur körperlich, sondern auch im Kopf immer stärker. Schaut euch diesen Blog an. Als ich anfing zu schreiben, wollte ich 64 Tage dokumentieren und 12 Kilo abnehmen. Als ich fertig war, war ich ein neuer Mensch, mit um Größenordnungen größeren Zielen. Durch den Blog habe ich außerdem wertvolle Menschen kennengelernt, denen ich ohne meinen Lifetilt-Blog nie begegnet wäre. 

12. Nach 40 Tagen kommt die Phase, in der es langsamer vorangeht und man sich zufriedengibt. Dann kommt der zweite Punkt, an dem ziemlich viele dem Programm den Rücken kehren  . Das Schlimmste daran ist, dass du es nicht einmal als Niederlage empfindest, weil du abgenommen und 40 Tage durchgehalten hast und zufrieden bist. Dabei ist das genauso ein Scheitern, wie wenn du am 4. Tag aufgegeben hättest. Es zählt nur, ob du das Ziel erreichst. Niemanden interessiert, wann du vorher aufgegeben hast, denn du hast aufgegeben, also bist du gescheitert. 

 

13. Es ist vorbei. Welches Ergebnis du erzielt hast, zeigt sich an der Qualität deiner Diät, der Wirksamkeit deines Trainingsplans und der Intensität, mit der du an das Programm herangehst.  Die Ergebnisse können sich unglaublich stark unterscheiden. Nehmen wir eine bestimmte Diät und einen Trainingsplan: Manche holen das Maximum heraus und nehmen damit 17 Kilo ab, andere aber nur 4. Das ist keine Frage des Körperbaus, sondern der Einstellung und des investierten Aufwands. Es reicht nicht, ein Programm einfach nur durchzuziehen. Es ist kein Durchziehen, wenn du manchmal das isst, was du sollst, und manchmal laufen gehst, dann einfach die 70 Tage verstreichen lässt und nicht verstehst, warum du kein bisschen abgenommen hast. Das Programm ist eine Reise. Du musst dich auf den Weg machen und kannst 70 Tage lang nicht nach Hause kommen. Das musst du endlich verstehen.  

Zwei Monate, Leute, zwei verdammte Monate eures Lebens, die alles um euch herum verändern und auf den Kopf stellen können. Es geht nicht nur ums Abnehmen, es ist etwas ganz anderes, viel mehr. Ein Programm zur Veränderung des Lebensstils, das dich durch Verzicht, das Überwinden von Hindernissen und deine Ausdauer zu einem besseren Menschen macht. Du wirst zu einem MENSCHEN mit großem M, denn das Leben wird deine enorme Energieinvestition belohnen. Zwei Monate – mehr braucht es nicht, um nach Jahren des Kämpfens etwas zu verändern. Das ist das Einzige, dessen Erfolg nicht von anderen abhängt, sondern ausschließlich von dir. Du erreichst so viel, wie du selbst bist. Wenn du nichts erreichst, bist du einfach ein Niemand, denn ihr wisst ja ... 

„Jeder Mensch bewältigt die Strecke so, wie er auch in allen anderen Lebensbereichen auf Situationen und Lebensumstände reagieren würde. Mit den Mitteln und auf den Wegen, die seinem Charakter und seinen Fähigkeiten entsprechen und die er auch im Leben wählen würde.“

Und nur, weil das Bild verdammt gut ist... 

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