Mentale Transformation
Wie oft hast du schon von Menschen, die dir nahestehen, die Lösung gehört?
Wie oft hast du schon gehört, du sollst darüber hinwegkommen, mit der Vergangenheit abschließen, etwas ändern, wenn du unzufrieden bist, aufhören und nicht weitermachen oder den Kontakt zu allem abbrechen, was dich davon abhält, voranzukommen?
Kommen dir diese Ratschläge bekannt vor? Ich nehme an, ja. Und diese hier? Zieh es endlich durch, trau dich, ein Risiko einzugehen, man muss nicht immer auf Nummer sicher gehen, mach die Augen zu und spring, tu endlich, wovon du seit Jahren träumst, und wenn du einen Plan hast, dann setz ihn um.
Nächtliche Saufgelage, Gespräche mit Freunden. Wenn es um die großen Fragen des Lebens geht und alle verdammt schlau sind. Wo alle die richtigen Werte kennen, wo alle die Lösung wissen und natürlich ständig betonen, wie schwer das alles ist, aber dass man es trotzdem wagen muss, sonst können wir uns alle zum Teufel scheren.
Die Lebensweisheiten und Gemeinplätze der Besserwisser, die überall Ratschläge verteilen und die Lösung kennen. Von außen betrachtet scheint natürlich alles ganz einfach. Aber warum solltest du den Ratschlägen von Leuten folgen, die selbst auf der Stelle treten und mit ihrem Leben hadern, den Erinnerungen an ihre vergangene Beziehung nachtrauern oder vielleicht den Jahren, die sie inzwischen ohne jede Entwicklung vergeudet haben?
Die Probleme lösen, die dafür nötige Kraft aufbringen und die richtigen Entscheidungen treffen. Mut haben, den Weg einzuschlagen, deine Pläne umzusetzen und dabei standhaft zu bleiben, nicht zu wanken und nicht unsicher zu werden. So einfach wäre die Lösung. Aber für die meisten wird das verdammt noch mal nicht klappen, denn 90 % der Menschen sind nicht in der Verfassung, diese 5 Schritte einzuhalten oder sich selbst dazu zu bringen.
Die ungelösten Probleme häufen sich in diesem gewissen Rucksack, den wir leider nie absetzen können. Ein Rucksack, in dem die Verletzungen aus unserer Vergangenheit landen. Und dieser Rucksack wird immer schwerer, bis wir uns irgendwann nicht einmal mehr bewegen können, geschweige denn auf ein höheres Ziel hinarbeiten, das immer ein glückliches Leben bedeutet. Denn wir haben nicht einmal die Chance auf ein erfülltes Leben, wenn wir unsere Probleme nicht lösen und die Kapitel unseres Lebens nicht abschließen, die uns in Stücke reißen.

Du konntest es nicht lösen, okay. Dann hör mir zu und probier den Weg aus, den ich dir vorschlage. Du musst mir nicht glauben, und es ist mir auch egal, wenn du nach dem Lesen dieses Beitrags einfach so weitermachst wie bisher, denn ganz ehrlich: Es ist mir scheißegal. Wenn du dir diese Zeilen zu Herzen nimmst, tust du nicht mir einen Gefallen, sondern dir selbst. Das wirst du aber erst später merken, und dann wirst du mir verdammt dankbar sein.
Ich werde dich um nichts bitten, was ich damals selbst nicht tun konnte oder wozu ich mich bis heute nicht aufraffen konnte, obwohl ich jetzt viel weiter wäre als dort, wo ich gerade stehe, wenn ich es getan hätte. Aber du musst diese Dinge tun, denn es gibt keinen anderen Weg, einen anderen Weg gibt es einfach nicht.
1. Also lass jetzt ein bisschen locker. Lass deine Probleme los und mach dir keinen Stress. Das ist völlig sinnlos. Du konntest sie bisher nicht lösen, und glaub mir, so sehr du dich auch abmühst, du wirst es auch künftig nicht schaffen. Akzeptiere es, so ist es nun mal. Du verschwendest nur deine Energie, und da du gerade nicht genug Kraft hast, um die Probleme zu lösen, lehn dich einfach zurück, schalte ab und schalte deinen Kopf aus.
Jetzt ist Jahresanfang, hinter dir liegt ein vermutlich anstrengendes Jahr, das dich in vielerlei Hinsicht mitgenommen hat, oder du bist einfach müde geworden. Im neuen Jahr wird man zwangsläufig große Pläne schmieden, aber nach 2-3 Tagen wird auch dir klar, dass dieses Jahr genauso ist wie die anderen und in keiner Weise besser als das letzte - nur die Zahl 3 auf den Kalendern sieht ein bisschen anders aus.
Das Problem, das du vor einer Woche oder vor ein paar Monaten hattest, im schlimmsten Fall schon seit Jahren, besteht immer noch. Wenn du vor ein paar Tagen keinen Ausweg gesehen hast, siehst du ihn wahrscheinlich auch jetzt nicht, dir flimmert nur noch das Feuerwerk vor den Augen. Lehn dich zurück, atme tief durch und lass locker. Du weißt bereits sehr gut, dass du etwas ändern musst, aber das, was du bisher versucht hast und wie du es versucht hast, hat keine wirkliche Veränderung gebracht. Das ist der erste Schritt. Lass locker und scheiß auf alles.

2. Überlass mir jetzt die Kontrolle. Will dich nicht entscheiden, versuch nicht, eine Lösung zu finden, erwarte keine Bestätigung von anderen und überleg nicht, was für dich gut wäre. Verlass dich einfach auf mich, vertrau mir.
Stell keine dummen Fragen, zweifle nicht an dem, was ich sage, und frag nicht andere nach ihrer Meinung, ob das so gut ist oder nicht. Wenn du dich jetzt entschieden hast, auf mich zu hören, dann soll es dich nicht interessieren, was der zwanzigste Affe denkt. Vertrau mir jetzt einfach.
3. Schließe mit der Vergangenheit ab, wenn möglich aber vollständig. Schließe sie ab, als hätte es sie nie gegeben. Es gibt keine alte Liebe, keine Erinnerungen in deinem Kopf, keine Menschen, die dir Steine in den Weg gelegt haben, und du willst dich jetzt nicht an ihnen rächen. Du musst in deinem Kopf mit der Vergangenheit abschließen. Das ist natürlich nicht möglich, aber akzeptiere jetzt, dass man dich verletzt hat. Akzeptiere, dass man dich in der Vergangenheit übel verarscht hat, akzeptiere, dass man dich betrogen, angelogen und hinters Licht geführt hat. Akzeptiere alles, was wehtut, und trage diese Kränkungen nicht in dir herum. Am meisten rauben den Menschen diese vergangenen Scheißaktionen die Energie. Der Gedanke, sich für kleine Kränkungen zu rächen, ist völlig sinnlos, denn er bringt dich nicht weiter und du wirst nichts davon haben. Damit hältst du nur die negativen Gedanken in deiner Nähe, mit denen du dich weiter vergiftest.
Schließ alles ab. Zieh Mauern um dich, und zwar solche, in die niemand und nichts eindringen kann. Du bist gerade dabei, eine neue Welt aufzubauen, weil die Welt, in der du jetzt lebst, dir nicht gegeben hat, was du brauchst. Erzähl niemandem, was du vorhast, denn wovon sie nichts wissen, davon können sie dich auch nicht abbringen. Du wirst jemanden haben, mit dem du das teilen kannst, keine Sorge. Ich werde für dich da sein, wir werden für dich da sein, du wirst Teil der TILT-Community mit ihren Zehntausenden Mitgliedern sein. Es wird jemanden geben, der dich ermutigt, jemanden, der dir zuhört, und vor allem wird dich hier jeder unterstützen. Ein paar Dinge musst du allerdings tun, auch wenn sie dir jetzt noch unnötig erscheinen. Alles hat seinen Grund. Ich bitte dich um nichts, was in Zukunft nicht wichtig sein oder mit etwas zusammenhängen wird, das erst später Sinn ergibt.
4. Die meisten Menschen scheitern an den großen Vorsätzen ihres Lebens, weil sie nicht sofort eine Veränderung sehen und nicht erkennen, dass ihre Anstrengungen etwas bewirken. Die meisten schauen sich schon nach 16 Stunden durchgehaltener Diät und ihrem ersten 3-km-Lauf zu Hause im Spiegel an und suchen nach Veränderungen wie ein Zirkusaffe. Aber so ist der Mensch. Er will Ergebnisse sehen, möglichst sofort, und wenn sie ausbleiben, lässt auch die Begeisterung nach. Es geht noch nicht um die Körperformung, die liegt noch in weiter Ferne.
Zuvor musst du mental stärker werden. Und da du ein neues Leben beginnst, musst du sehen, dass es sich lohnt. Du musst sehen, dass deine Anstrengungen nicht vergeblich sind, du musst sehen, dass das Opfer, das du bringst, tatsächlich Sinn hat. Die Punkte verbinden sich, und am Ende zeichnet sich vor dir eine neue Welt ab.

Bring also dein Leben in Ordnung und fang mit der Wohnung an. Räum den Scheiß auf. Aber nicht etwa, indem du staubsaugst und Staub wischst. Darum geht es nicht. Nimm alles, wovon du dich schon lange trennen wolltest und was nur Platz wegnimmt. Nimm diese Dinge und schmeiß sie zum Teufel. Du brauchst weder den ganzen Plunder noch diese kleinbürgerliche Einstellung „Das kann man bestimmt noch für irgendwas gebrauchen, also werfe ich es nicht weg“. Jeder überflüssige Gegenstand, den du wegwirfst, und jedes Möbelstück, das nur Platz wegnimmt und das du entsorgst, wird ein Stück deiner Vergangenheit symbolisieren. Betrachte diese Dinge so, als würdest du die überflüssigen und schmerzhaften Teile deiner Vergangenheit wegwerfen. Das wird eine enorme Befreiung sein. Fang mit den Dingen an, die dir nichts bedeuten, und arbeite dich allmählich zu den Gegenständen vor, die als Erinnerungsstücke in deiner Wohnung stehen.
Hier werden viele Herzen brechen, denn jetzt wirst du wissen, dass dieser Prozess mit etwas endet, das du schon längst hättest tun sollen, wozu dir aber noch die Kraft fehlte, wie auch für vieles andere. Ein Flugticket von eurer gemeinsamen Reise vor drei Jahren, ein Kleidungsstück, das jemand zurückgelassen hat, ein Stofftier, das du zum Geburtstag von ihm bekommen hast. Erinnerungen an eine Zeit, die vergangen ist und nie wiederkehren wird. Du kannst nicht in der Vergangenheit leben, denn dann wirst du keine Gegenwart haben. Aber darum bitte ich dich jetzt noch nicht, denn du bist noch nicht bereit dafür. Fang jetzt erst einmal klein an, fang mit den unwichtigen Dingen an.
5. Wenn das erledigt ist, öffne deinen Kleiderschrank und wirf die Kleidung weg, die du nicht trägst. Alles muss weg. Alles muss weg, denn es wird nicht dazu kommen, dass du es irgendwann noch einmal zu irgendeinem Anlass anziehst, denn einen solchen Anlass wird es nicht geben.
Du musst dein Leben entrümpeln und den betreffenden Rucksack auspacken, damit du leichter weitergehen kannst, und das musst du akzeptieren. Befreie dich von deiner Vergangenheit und bring Ordnung in dein Zuhause, damit auch in deinem Kopf etwas mehr Ordnung herrscht. Denn wenn du das tust, wird es der erste Schritt deiner mentalen Veränderung und zugleich der wichtigste Schritt, um dich von deiner Vergangenheit zu lösen - der Moment, in dem deine Entwicklung greifbar wird.
Klammer dich nicht an Dinge, denn sie verkörpern nicht deine schönen Erinnerungen, sondern sind nur Gegenstände, die dich und deine Entwicklung fesseln. So kannst du nicht weitergehen, weil sie dich immer wieder zurückhalten.
6. Je mehr Dinge du aus deinem Leben entfernst, besonders wenn darunter Dinge sind, die dir emotional viel bedeuten, desto mehr wird es dich mitnehmen. Vielleicht hast du dann das Gefühl, noch nicht bereit zu sein, dass die Zeit noch nicht gekommen ist. Du wirst das Gefühl haben, die Dinge zu verlieren, die dir allein durch ihre bloße Existenz bisher Halt gegeben haben, und dass dich nichts mehr mit dem verbindet, was zwar inzwischen nicht mehr existiert, dir aber immer noch viel bedeutet. An diesem Punkt wirst du unsicher werden, doch du musst diese Gedanken beiseiteschieben. Denn der Weg, den du jetzt eingeschlagen hast, wird dich oft mitnehmen, aber der Charakter kann sich nicht ohne Schmerz entwickeln, und du kannst nichts besitzen, solange du nicht bereit bist, darauf zu verzichten.
7. Da du dich aus der Welt, in der du bisher gelebt hast, herauskatapultiert hast und nach und nach die seelischen Spuren deiner Vergangenheit auslöschst, die deine gegenwärtigen Probleme verursachen, hast du zunehmend das Gefühl, dich in einem luftleeren Raum zu bewegen, in dem alles unbekannt und ungewiss ist. Menschen denken leicht: Klar, was jetzt ist, ist scheiße, aber wenigstens ist es vorhersehbar. Deshalb haben die meisten Angst vor einem Wechsel, weil sie nicht wissen, was sie erwartet. Doch du musst dir jetzt keine Sorgen machen, denn dein altes Leben wird nicht vollständig verschwinden - das wäre auch gar nicht möglich. Du baust dir einfach eine alternative Welt auf, für die wir gerade das Fundament legen. Weißt du, man lässt den alten Ast erst los, wenn man den anderen sicher gepackt hat - das wissen Frauen ja nur allzu gut.
Die Grundlage deiner neuen Welt wird LifeTILT sein, die Bewegung wird die Grundlage für alles schaffen, sie kann jedes Problem lösen. Hier fließen die Tränen nicht aus deinen Augen, sondern in deine Beine. Hier lässt du deine Anspannung nicht an anderen aus, sondern an dir selbst, während du einfach weitergehst, vorankommst und dich selbst überwindest.
All den Hass, Neid und die Boshaftigkeit in dir, all die negativen Gefühle, die du Tag für Tag empfindest, empfindest du nicht anderen gegenüber, mein Freund, sondern dir selbst gegenüber. Du hasst, weil du dich selbst hasst. Du bist neidisch, weil du spürst, dass du nicht gut genug bist. Du spürst, dass mehr in dir steckt, aber du tust nichts, um es aus dir herauszuholen. Du verfluchst Menschen, Gott, was auch immer. Du suchst danach, wer schuld ist, warum es nicht klappt, warum andere mehr Geld, eine bessere Wohnung, einen besseren Job, ein bequemeres Leben haben. Weil sie mehr dafür getan haben. Hat es wehgetan? Das war ihnen egal. War es schwer? Sie haben es ertragen. Sind sie gescheitert? Sie haben von vorn angefangen.
Das ist das Rezept, und nur das. Du musst den Schmerz und die Erschöpfung ertragen. Du musst weitermachen, auch wenn du keine Kraft mehr hast, du musst weitermachen, auch wenn du nicht mehr kannst. Das formt deinen Charakter, dadurch wirst du zu einem außergewöhnlichen Menschen, und damit wirst du dich über die anderen erheben, allein dadurch, dass du weitermachst, wenn andere aufhören. Das ist die einzige menschliche Eigenschaft, die Gewinner von Verlierern unterscheidet: dass sie immer weitermachen. Denn nur der Tod kann uns aufhalten, aber bis dahin müssen wir weitergehen. Scheiß drauf, WEITERMACHEN!!!!!!!
Na los. Besiege dein wertloses Ich. Besiege das Ich in dir, das dich zurückhält, das nicht genug Mut hat. Besiege das Ich, das aufgeben würde, wenn du müde wirst. Denn darum geht es im Leben, darum geht es im Sport, darum geht es bei der Bewegung: ob du die Person besiegen kannst, die dein größter Feind im Leben ist und niemand anderes als du selbst.
