Sisyphus-Szenen aus dem Leben
- Du, Sisyphos, bist so dumm, dass man die sinnlose Arbeit nach dir benennen könnte!
- Weißt du was, Ödipus? Fick deine Mutter!

Spielen wir ein bisschen mit dem Gedanken, wie vieles wir im Leben anfangen und wie oft daraus entweder gar nichts wird oder katastrophale Arbeitsergebnisse entstehen - nur weil wir falsch an die Sache herangegangen sind, nicht genug Energie und Arbeit investiert haben oder uns einfach nicht die nötigen Informationen zur Verfügung standen. Drehen wir das Rad der Zeit ein wenig zurück. Ich bitte alle, ihr Leben noch einmal durchzugehen und sich selbst die Frage zu beantworten: Was würden sie anders machen, wenn sie noch einmal von vorn anfangen könnten, oder in welchen Situationen würden sie heute anders entscheiden als damals? Da gibt es einiges, oder? Das glaube ich gern. Ich habe zwar keine Ahnung, wer diesen Blog liest, aber ich bin mir sicher, dass 80 % von euch so einiges in ihrem Leben bereuen - mich eingeschlossen. Manche würden woanders weiterlernen, einen anderen Arbeitsplatz wählen oder für ihren Lebensunterhalt einen ganz anderen Weg einschlagen. Im Lauf der Jahre wurden Träume geboren und zerschlugen sich, während andere dank einer guten Entscheidung oder harter, beharrlicher Arbeit steil aufstiegen. Ja, auch an den Weggabelungen der Partnerwahl würden einige einen anderen Weg einschlagen, an dessen Ende ein anderes Mädchen oder ein anderer Junge auf sie warten würde. Eine ganze Reihe von Entscheidungen und Fehlentscheidungen, die wir nicht noch einmal treffen würden. Mein Leben hat sich jedenfalls wegen einer Fehlentscheidung grundlegend verändert, die ich bis heute bereue.
Drehen wir das Rad der Zeit noch weiter zurück, sagen wir bis zu unserem 10. bis 12. Lebensjahr. Die Schule und unser Bildungsweg sind bei jedem so verlaufen, wie sie eben verlaufen sind. Im Nachhinein kann man sich über den Scheißjob beklagen und anderen die Schuld dafür geben, warum alles so gekommen ist, dass man in einem beschissenen Einkaufszentrum Verkäufer ist oder vielleicht bei Match an der Kasse sitzt. Die Möglichkeit war da, die Unterstützung durch die Lehrer auch - du hast sie nicht genutzt, und jetzt sehen wir das Ergebnis. Dann gibt es den Durchschnittsmenschen, der sich von Anfang an anständig ins Zeug legt: Aufs Gymnasium folgt die Hochschule, im besten Fall die Universität. Er führt ein durchschnittliches, aber relativ glückliches Leben, ohne größere Ausschläge. Klettern wir auf der Klassenleiter weiter nach oben, denn jetzt kommen diejenigen, die erkennen: Wenn wir schon 15 bis 16 Jahre in der Schule verbringen und dazu noch jede Hilfe und alle Informationen von den richtigen Leuten, den Lehrern, bekommen, sollten wir das doch ernst nehmen und den Grundstein für unser Leben legen. Wir sollten Ergebnisse erzielen, die uns später auf ein Niveau bringen, auf dem wir uns den Eintritt zu lebenslangem wirtschaftlichem Wohlstand, gesellschaftlicher Anerkennung und einem relativ glücklichen und sicheren Leben sichern.

Welcher Weg ist der einfachste und erfordert den geringsten Aufwand und führt dadurch zum dunkelsten Abgrund? Natürlich der erste. Man kann das Leben eine Zeit lang einfach hinschmeißen und die Freiheit und Folgenlosigkeit genießen, die uns die Jugend bietet. Aber danach wartet verdammt viel Leid auf uns, denn man kann nicht ein Leben lang bluffen. Das wird ein verrottetes Leben, aber der Weg dorthin ist leicht und bequem. Es gäbe noch eine andere Möglichkeit. Wir können uns auch anders entscheiden, aber das wird etwas schwieriger als faul herumzusitzen und nichts zu tun. Es ist ein steiniger Weg voller Entbehrungen, anspruchsvoller und charakterbildender Herausforderungen, aber er verheißt eine Zukunft voller Erfolge.
Ich hoffe, inzwischen ist allen klar geworden, wovon ich spreche, wie dieser Gedankengang mit Diäten und gesunder Ernährung zusammenhängt und worauf ich hinauswill. Denn diese paar Gedanken waren nicht als Kneipenphilosophie gedacht. Was wir anfangen, versuchen wir entweder richtig zu machen und hören auf jemanden, von dem wir annehmen, dass er uns helfen will oder - noch besser - auch wirklich helfen kann, oder wir lassen es lieber ganz bleiben. Dann müssen aber auch alle die Konsequenzen und die mitleidigen Blicke sowie die zynischen, spöttischen Bemerkungen ertragen und dürfen nicht auf den anderen wütend sein, wenn jemand zu ihnen sagt: „Hör mal, um Gottes willen, was ist denn mit dir passiert?“

Das Durchschnittsalter der Blogleser liegt wahrscheinlich nicht viel über 30. Für den ungesunden Scheiß-Lebensstil wird der Körper also erst in 15–20 Jahren die Rechnung präsentieren. Aber niemand sollte daran zweifeln, dass der Preis verdammt hoch sein wird - plus Servicegebühr. So wie man die Schule versauen kann, kann man auch die Diät versauen und alles, worüber ich in diesem Blog spreche. Mit Spicken kannst du dich selbst täuschen, aber wenn die Aufsicht bei der Prüfung streng ist oder du später dein Wissen unter Beweis stellen oder dich irgendwo bewähren musst, ist der Absturz garantiert. Du kannst betrügerische und kriminelle Mahlzeiten und Tage in dein Leben schmuggeln, das du für eine Diät hältst, aber der Spiegel und die Waage werden niemals lügen. Es geht bei Weitem nicht darum, ob du vor dem Sommer vier bis sechs Kilo abnehmen kannst oder nicht. Sondern darum, dass du wegen deiner ungesunden, selbstzerstörerischen Essgewohnheiten irgendwann mit 38 feststellst, dass du schon Blutdruck- und Cholesterinsenker nimmst, dann dumm wie ein Fisch dastehst und nicht verstehst, warum du in so jungen Jahren Alzheimer-Symptome zeigst. Das liegt eben an den jahrelangen, konstant beschissenen, fettigen und zuckerhaltigen Mahlzeiten.
Eine Sackgasse also. Der Grund, warum dieser ganze Beitrag entstanden ist, sind drei Blogs, die ich in den letzten Tagen gefunden habe. Die Blogs verfolgen ein ähnliches Ziel wie ich: Innerhalb von x Zeit den Lebensstil und den Körper zu verändern und die Veränderungen fortlaufend mit Bildern zu dokumentieren. Was ich gesehen habe, hat mich richtig aufgeregt, und zwar nicht nur, weil sie keine Ahnung haben, was sie wie machen sollten, sondern auch, weil sie ihre kilometerweiten Dummheiten zur Schau stellen und Dinge schreiben können wie …
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Ich hoffe, für alle ist offensichtlich, was für ein Schwachsinn das ist, aber das Schlimmste daran ist: Was, wenn jemand das so abspeichert, als sähe eine Diät wirklich so aus? Das Schmerzhafteste daran ist aber, dass diese Blogs nur nachbilden, was 90 % der Menschen unter dem Stichwort Diät machen. Völlig planlos werden perfekt unüberlegte Trainingseinheiten und Mahlzeiten, die sie für eine Diät halten, aneinandergereiht, ohne auch nur den kleinsten Funken Bewusstsein dafür. So kann man das nicht machen, denn das ist Zeitverschwendung und unnötige Selbstquälerei. Mit solchen und ähnlichen Diäten erreicht man nur eins: Man sorgt dafür, dass wir Diäten und Bewegung für den Rest unseres Lebens hassen. Denn was passiert? Man fasst einen Entschluss und googelt das Wort „Diät“. Mit der ersten Diät, die einem gefällt, legt man los, ganz egal, ob sie zum eigenen Körperbau, zu den eigenen Zielen und zum Stoffwechsel passt. Man verlässt sich einfach darauf, dass einem die Diät sympathisch ist oder ihr Name gut klingt. Man fängt an, aber verdammt, wie denn? Kauft man vorher alles ein? Plant man die Mahlzeiten im Voraus? Hat man überhaupt eine blasse Ahnung, wie viele Kalorien das Essen hat und wie viel man zum Abnehmen und zum Formen der Muskeln braucht? Natürlich nicht. Man fängt völlig planlos an und plant das Ganze so weit, dass man nichts isst und Salat bestimmt gut ist. Außerdem muss man trainieren, aber was und wie viel, davon hat man natürlich keinen blassen Schimmer. Man quält sich 2-3 Tage lang selbst , sieht keine Ergebnisse, weil man davon natürlich auch keine erwarten kann, und fühlt sich außerdem beschissen, hat keine Kraft fürs Training und überhaupt: Man macht ja schon seit 2 Tagen Diät, also kann man jetzt auch wieder essen. Und so geht das immer schön im Kreis weiter, jahrelang. Dabei könnte man wenigstens einmal 20 Minuten lang nachlesen, wie man das ungefähr angehen sollte, oder vielleicht jemanden fragen.
Denn was ich Tag für Tag erlebe, ist echt nicht normal. Die Frau ist 24 und macht gerade eine Diät. Was sollte eine Frau auch sonst tun, wenn sie älter als 13 ist? Dann haut sie Folgendes raus, aber passt auf, denn was Frauen tun und denken, ist einfach unglaublich.
Ich mache gerade eine Diät, also esse ich lieber weniger von den normalen Sachen, damit ich mehr Süßigkeiten essen kann, denn die liebe ich sehr. So muss ich nicht darauf verzichten!!!!!!!!!!!!
Das war’s. Wo ist das Xanax? Ich bin davon gerade echt gestorben, aber so eine verdammte Scheiße gibt’s doch nicht auf der Welt. Aber kommen wir zurück zu den drei erwähnten Blogs, denn hier gibt es noch einiges zu lernen. Die nächste Kandidatin hat nämlich im November 2010 mit ihrem Vorhaben angefangen. Sie hat nicht gekleckert und sich ganz locker einen 365-Tage-Trainingsplan vorgenommen. Ihren Beiträgen nach zu urteilen, zieht sie das konsequent durch, und wenn ich richtig rechne, läuft die Kur jetzt seit vier Monaten, aber trotzdem ist sie erst bei Tag 40. Ich kapier nicht, wie das sein kann, na ja, egal. Nach eigenen Angaben hat sie mehrere Jahre Sporterfahrung, aber jetzt ist sie durch den Bürojob fett geworden, na toll. Was sie so isst, darüber verliert sie kein Wort, aber ich glaube, das ist für alle besser so. Werfen wir einen Blick auf ein paar ihrer Tage und schauen wir uns an, wie sehr sie sich in 150 Tagen verändert hat, denn sie dokumentiert ihre Ergebnisse mit Fotos.
Nach 60 Tagen
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Nach 90 Tagen
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Schauen wir uns also an, wie erfolgreich sie ist …


2010 17. November 1. März 2011
Jeder soll selbst entscheiden, wie sinnvoll und erfolgreich das ist, was er tut. Ich habe lange überlegt, ob ich die Blogadressen verlinken soll, aber mein Ziel war nicht, sie in Grund und Boden zu kritisieren, sondern zu zeigen, wie sinnlose Zeitverschwendung es ist, wenn man Diät und Training nicht so durchzieht, wie man sollte. Den dritten Typen habe ich mir für den Schluss aufgehoben. Er ist der größte Knaller, aber vergesst trotzdem nicht, dass ich jetzt aus einem Blog zitiere, in dem eine Frau, die gerade eine Diät macht und abnehmen will, bis Ende Mai Ergebnisse erzielen möchte.
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Morgen fange ich an, morgen höre ich mit dem Rauchen auf, heute esse ich noch diese Pizza, ab morgen mache ich Diät, heute gehe ich nicht laufen, morgen laufe ich dafür mehr. Ich nehme an, diese Sätze kommen euch allen bekannt vor. Eine Sache müsstet ihr verstehen, und zwar verdammt noch mal wirklich verstehen. Entweder macht ihr die Diät und das Training ordentlich und bereitet euch vor allem mental darauf vor, oder das Ganze hat überhaupt keinen Sinn. Die kurzfristige Folge ist in diesem Fall nur, dass ihr nicht abnehmt, in dem Körper bleibt, in dem ihr euch bis zum Äußersten beschissen fühlt und mit dem ihr konfrontiert werdet oder, noch schlimmer, mit dem man euch mehrmals täglich konfrontiert. Und wegen eures Selbstwertgefühls bleibt ihr in allen Lebensbereichen ganz unten. Die langfristigen Folgen eurer jahrelangen ungesunden Ernährung sind Herzinfarkt, Schlaganfall, Diabetes, Thrombose, irreversible Schäden an euren Organen, und mit 50 Jahren merkt ihr, dass aus euch ein verdammtes menschliches Wrack geworden ist, das sechs verschiedene Medikamente nimmt, RTL Klub schaut und es schon eine Anstrengung ist, euren erbärmlichen Körper in den dritten Stock zu schleppen. Sexualleben gleich null, Selbstachtung noch weniger, und die Ursache der meisten eurer Probleme wird ständig bei euch sein, selbst in den beschissensten Zeiten, weil ihr euch gerade eine Quarktasche ins Gesicht schiebt, gleich nachdem ihr euer Medikament zur Regulierung des Blutkreislaufs genommen habt.
Ihr habt noch die Wahl. Ihr seid noch, wenn euch das lieber ist, in der sogenannten Schule, und verdammt noch mal hängt es ganz allein von euch ab, wie ihr sie abschließt, also wie und in welcher Qualität ihr die kommenden Jahre lebt. Ich sage nicht, dass ihr ab jetzt nur noch Magerquark und naturbelassene Hähnchenbrust essen sollt. NEIN. Sondern dass ihr mit Verstand esst und euch nicht sofort jeden Scheiß reinschiebt, den ihr seht oder auf den ihr Appetit habt. Auch ich werde Schokolade, Palatschinken und im Sommer am Balaton Langosch essen, Kuchen an Geburtstagen und Pizza bei Treffen mit Freunden. Natürlich werde ich das, aber nicht täglich und auch nicht wöchentlich. Sich gesund zu ernähren bedeutet, darauf zu achten, was ihr im Alltag esst, Weißbrot, Kartoffeln und zuckerhaltige Getränke wegzulassen und keine in Fett schwimmenden Scheißdinger zu essen. Wenn ihr nur das für euch tun würdet, wären wir schon am Ziel. Die harte Diät, bei der man auf fast alles achtet, muss man nur einmal im Leben machen, aber dann verdammt noch mal richtig. Nach der ersten radikalen Diät, mit der du das ganze überschüssige Gewicht verlierst, ist es viel leichter, das Gewicht zu halten. Dafür braucht es nichts weiter als ein wenig darauf zu achten, was man isst, und zwei bis drei leichtere Trainingseinheiten pro Woche, denn man hat nur ein Leben und eine Zukunft.
Es gibt viele falsche Prediger, von überall strömen die rettenden Diäten und die Flut an Ernährungs-, Trainings- und Lebensstil tipps auf uns ein. Davon gibt es so viel wie Müll, und das meiste davon ist auch genauso viel wert. Einiges davon haben wir schon durchgekaut und uns so oder so mit dem Thema beschäftigt. Am wichtigsten ist jedoch, was ich immer wieder betonen werde, wenn das Thema zur Sprache kommt, und das gilt vor allem für Frauen. LEST NIEMALS, WIRKLICH NIEMALS irgendwelche Diät-Tipps, Trainingspläne oder Ernährungsempfehlungen in Frauenzeitschriften, und vor allem: Wenn ihr sie doch lest, BEFOLGT SIE NICHT und PROBIERT KEINE DAVON AUS. Fachlich betrachtet und wie auch immer ich es sehe, ist das unbegründeter, dummer, idiotischer, wertloser, oberflächlicher Müll, der mit einer bunten Glasur überzogen ist und jegliches Hintergrundwissen vermissen lässt. Ich spreche von Joy, Glamour, Kiskegyed, Nők Lapja, Maxima, Cosmopolitan und Konsorten.
Auch die Jungs aus dem Blogger-Team wollten nichts anderes, als ihr Leben zu verändern, weil sie spüren, dass verdammt noch mal etwas nicht stimmt. Das ist auf jeden Fall lobenswert, aber die Umsetzung ist, so wie sie ist, beschissen. Ich möchte ihnen von hier aus sagen, dass es mehr Sinn hätte, sich alle 2 Minuten mit dem Kopf gegen die Wand zu schlagen, denn so ist es katastrophal und völlig sinnlos. Eine passende Diät auswählen und sie konsequent einhalten, die Zutaten besorgen, einen fachlich fundierten und technisch korrekt ausgeführten Trainingsplan erstellen und den Körper mit den nötigen Vitaminen, Proteinen, Spurenelementen und Mineralstoffen versorgen und diese ergänzen. Nur so lassen sich Ergebnisse erzielen, für die es sich lohnt, monatelang auf Essen zu verzichten und sich beim Training kaputtzumachen. Alles andere ist nur irgendein groteskes Ding, das zwar kurzfristige Erfolge bringen kann, aber das Ergebnis, wenn man es überhaupt so nennen kann, wird nur ein blasser Abklatsch dessen sein, was ihr mit weniger Zeit- und Energieaufwand erreichen könntet, wenn ihr es richtig und regelkonform angehen würdet. Wenn ihr mir nicht glaubt, schaut euch den Kerl nach 4 Monaten und mich nach 36 Tagen an.
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